12.11.2017

#gottis2018 | Hochzeit - Die Gästeliste

Bild via Pinterest (hier) 


Die Gästeliste:
Oder wie ich gerne sage: Das schwierigste Hochzeitsthema

Eigentlich wollte ich immer klein heiraten - Überschaubar und Intim. Ob wir das schaffen werden, ist aber fraglich.

Ein großer (wunder) Punkt ist die Liste mit der Verwandtschaft. Die ist nämlich enorm groß. Wen lädt man ein? Wen nicht? Wer ist böse, wenn er nicht eingeladen wird? Wer versteht es? Wer kommt automatisch nicht, wenn der Andere nicht eingeladen ist? Wer redet blöd über alles? Wen will ich wirklich dabei haben? Wann habe ich mit dem das letzte mal geredet? Muss ich da alle von einer Familie einladen oder nur einen Teil? Darf man das? Geht es in Ordnung wenn man nur die Cousine einlädt und den Cousin nicht? Löst man da einen Streit in der Familie aus? Sind die verständnisvoll? ...

Ich bin ja grundsätzlich ein sehr straighter Mensch und bin der Meinung, dass eine Hochzeit KEINE Familienfeier ist. Eine Hochzeit ist eine Hochzeit und jeder soll die Menschen einladen die er wirklich gerne hat. Der selben Ansicht ist der Mann auch, nur denkt der, ebenso wie ich, weiter in die Zukunft. Was ist wenn wir den dann verärgern und uns der dann komplett meidet?

Tja - Jetzt denkt Ihr vielleicht: Was? So sind Menschen nicht. Man versteht doch die Entscheidung des Brautpaars und lässt das Thema dann gut sein!... Nö, so ist das nicht. Man glaubt es kaum, aber da reden ganz viele Leute liebend gerne mit, mischen sich ein, tun Ihre persönliche Meinung kund, die aber ziemlich von unserer Vorstellung abweicht, und sind dann maßlos enttäuscht wenn man nicht nach Ihren Vorstellungen entscheidet. Ich bin mir sicher, dass wir mit unserer Gästeliste einen großen Aufschrei in der Familie verursachen. Mir persönlich ist das (noch) richtig egal. Der Mann ist sich da nicht so sicher...

Sollen wir wirklich mit Traditionen brechen? Nur weil alle in der Familie, die vor uns geheiratet haben, die Sache anders gemacht haben, müssen wir das doch nicht genau so machen, oder? Warum sind Menschen, wenn es um Hochzeiten geht so schnell verärgert?

Natürlich gehe ich selber auch gerne auf Hochzeiten. Ich liebe Hochzeiten und die Atmosphäre dort. Jede Hochzeit ist ein schönes Ereignis und man ist gerne ein Teil der Feier, aber wenn ich auf eine Hochzeit nicht eingeladen werde, dann ist es nunmal so. Man muss Entscheidungen von anderen akzeptieren - Vor allem wenn es um deren Hochzeit geht. Das geht mich ja nichts an und das Brautpaar wird schon einen Grund haben warum ich nicht eingeladen bin. Aus.

Soll die eine Cousine eingeladen werden, nur weil wir auch auf einer Feier /Hochzeit von ihr eingeladen waren? Muss man das so machen?

Ja, sicher tut es mir leid, dass ich so denke, aber es gibt eben Leute mit denen ich mich besonders gerne unterhalte und welche mit denen es mir schwerer fällt. Und auch wenn man sich gut versteht, ist das immerhin unsere Hochzeit und ich will keine 300 Gäste an dem Tag um mich haben. Wenn wir nämlich alle Menschen einladen, die wir kennen und mit denen wir uns gut verstehen, dann sind das nun mal viel zu viele Gäste...

Der Grund warum wir eher wenige Gäste haben wollen, ist der Stress an diesem einen "wichtigsten Tag" in unserem Leben. Ob wir nun für 20 Personen mehr oder weniger das Essen und Trinken zahlen dürfen, ist uns bei der Summe, die eine Hochzeit kostet, auch schon egal. *lach* Wir wollen einfach nicht gehetzt und verschwitzt sein, weil wir uns denken "Oh, zu denen müssen wir uns auch noch setzen und mit denen müssen wir jetzt auch noch quatschen". 
Für uns soll der Tag ein Freudentag, voller Spaß und Glück sein. Wir möchten den Tag genießen können und nicht später mal sagen: "Was? Das haben wir auch gemacht? Wir können uns nicht mehr erinnern weil alles so viel war und der Tag so schnell vergangen ist" Wir wollen sagen können: "Ja stimmt, es war ein wunderschöner Tag und wir werden nie vergessen wie viel Spaß wir alle hatten!"

Wie wir schlussendlich wirklich entscheiden werden, ist noch immer offen. Bei der lieben Corinna Kissen und Karma habe ich folgenden Satz gelesen: "..., dass man sich die Frage stellen soll, ob man sich diesen Tag ohne diese eine Person vorstellen könne. Und nur wenn die Antwort nein lautet, solle man sie einladen."

Mit dieser weißen Aussage mag ich meinen Beitrag nun beenden. Wie seht Ihr das Thema Gästeliste? Ist das bei Euch ein leichteres Unterfangen als bei uns? Habt Ihr eine kleine Familie oder ist Eure Familie so groß wie unsere zwei zusammen?


Bild via Pinterest (hier) 

PS: Die Gästeliste mit den Freunden und Vereinen war um einiges leichter/schneller geschrieben, als die Gästeliste mit der Familie. Auf unserer Hochzeit werden ca. 50% Familie und 50% Freunde und Vereine anwesend sein. Unsere Devise:
Freunde: Auf jeden Fall mit Begleitung
Vereine: Nur die Personen aus dem Verein (Aktuell noch ohne Begleitung)

Alles Liebe,
Eure Lisa

Kommentare:

  1. Dein Text ist so toll. Ich bin durch Facebook auf deinen Blog bzw. auf diesen Beitrag aufmerksam geworden. Ich werde auch nächstes Jahr heiraten und das Thema mit der Gästeliste kenne ich nur zu gut. Aber man soll nur das machen was einen glücklich macht und nicht das was andere wollen. Du bist am richtigen Weg.
    LG Lara

    AntwortenLöschen